Wohnstadt Carl Legien

Bauzeit: 1929-1930

Bruno Taut selbst über seine Arbeit bei der GEHAG als Chefarchitekt und der Begründung für die Besonderheit und Vielfalt bei der Siedlungsgestaltung in seinen handschriftlichen „Siedlungsmemoiren“ von 1933:

IMG_4082

Straßenansicht in der Erich-Weinert-Straße

„Und wenn auch die Gehag hier und da den Zeilenbau in gewissem Maße angewendet hat, so auch zu gleicher Zeit und oft in der gleichen Siedlung den normalen Randbau, einfach deswegen, weil ihr das erfreuliche Gesamtbild der Siedlung wichtiger war, als eine Siedlung zum Versuchskaninchen für eine einzige Theorie zu machen. Der Franzose Vardoyer schrieb von einer unserer Siedlungen: Die Häuser sind musterhaft von einer sehr einfachen Modernheit und vor allem äußerst heiter. Jede Straße hat hinter ihrem Kiefernvorhang ihr Gesicht, ihre Farbe. Gewiss, solcher Häuser machen noch nicht das Glück aus, zumindest laden sie zum Glücklichsein ein.“ Quelle: AdK Berlin, Archivabt. Baukunst, Nr. BTS-01-37

IMG_4068

Gartenhofansicht an der Sodtkestraße

Ein Welterbe entdecken…

Diese Siedlung lädt  besonders zum Forschen ein, denn im Unterschied zu den anderen Siedlungen von Bruno Taut der Berliner Moderne dürfte hier in der Anordnung der städtischen Häuser zueinander und zur Straße eine auch heute noch zu entdeckende Einmaligkeit gegeben sein.

IMG_4085

Gartenhofansicht an der Erich-Weinert-Straße

Architekten:

Bruno Taut

in Zusammenarbeit mit Franz Hillinger, dem Leiter des  Entwurfsbüros der GEHAG

IMG_4090

Gartenhofansicht an der Erich-Weinert-Straße