Die sechs Siedlungen der Berliner Moderne

Gartenstadt Falkenberg (Tuschkastensiedlung)
Bauzeit: 1913-1916
Nominierungsgebiet für das Weltkulturerbe: 4,4 ha

Siedlung Schillerpark
Bauzeit: 1924-1930, 1953-1957
Nominierungsgebiet für das Weltkulturerbe: 4,6 ha

Großsiedlung Britz (Hufeisensiedlung)
Bauzeit: 1925-1930
Nominierungsgebiet für das Weltkulturerbe: 37,1 ha

Weiße Stadt
Bauzeit: 1929-1931
Nominierungsgebiet für das Weltkulturerbe: 14,3 ha

Siemensstadt (Ringsiedlung)
Bauzeit: 1929-1931
Nominierungsgebiet für das Weltkulturerbe: 19,3 ha

Wohnstadt Carl Legien
Bauzeit: 1929-1930
Nominierungsgebiet für das Weltkulturerbe: 8,4 ha

Diese sechs Berliner Wohnsiedlungen wurden am 07. Juli 2008 in die Liste der Welterbestätten der Unesco aufgenommen, die Urkunde wurde am 07. Juni 2009  der Stadt Berlin im Berliner Rathaus feierlich überreicht.

Mit der gründlichen Vorbereitung der Nominierung der Siedlungen als Weltkulturerbe und der gelungenen Eintragung in die Welterbeliste hat sich die Stadt Berlin  selbst ein Denkmal gesetzt. Wer nachlesen möchte, dem ist folgendes Buch zu empfehlen:

Siedlungen der Berliner Moderne. Berlin Modernism Housing Estates vom Landesdenkmalamt Berlin (Gebundene Ausgabe – 30. Juli 2009)

Allen 6 Siedlungen ist gemeinsam, dass sie in einer Zeit gesellschaftlicher Umbrüche entstanden.

Zahlreiche Bücher widmen sich dieser Zeit. Der geschichtlich und architekturtheoretisch interessierte Besucher findet  Literatur und kann sich in vorher nicht dagewesener Weise Informationen über das Internet verschaffen.

Nichts von all dem ersetzt jedoch den unmittelbaren räumlichen Eindruck und wer sich von allen seinen Verpflichtungen für einen Tag frei machen kann, wird sich nach der Besichtigung belohnt und bereichert fühlen.

Entdecken Sie die Geschichte der Moderne und erleben Sie Gegenwart neu. Ich freue mich, Sie schon bald begrüßen zu können!

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Die Architekten

Bruno Taut, geb. 04.05.1880 in Königsberg/Ostpreußen
gest. 24.12.1938 in Istanbul

Martin Wagner, geb. 05.11.1885 in Königsberg/Ostpreußen,
gest. 28.05.1957 gest. in Cambridge, Mass. (USA)

Bruno Ahrends, geb. 09.04.1887 in Berlin
gest. 24.07.1948 in Kapstadt (Südafrika)

Wilhelm Büning, geb. 04.04.1881 in Borken/Westfalen,
gest. 02.08.1958 in Berlin

Otto Rudolf Salvisberg, geb. 19.10.1882 in Könitz bei Bern (Schweiz
gest. 23.12.1940 gest. in Arosa (Schweiz)

Hans Scharoun, geb. 20.09.1895 in Bremen
gest. 25.11.1972 in Berlin

Walter Gropius, geb. 18.05.1883 in Berlin
gest. 05.07.1969 in Boston (USA)

Hugo Häring, geb. 22.05.1882 in Biberach/Riß
gest. 17.05.1958 in Göppingen

Fred Forbat, geb. 31.03.1897 in Péc (Ungarn)
gest. 1972 in Vällingby (Schweden)

Otto Bartning, geb. 12.04.1883 in Karlsruhe
gest. 20.02.1959 in Darmstadt

Paul Rudof Henning, geb. 16.08.1886 in Berlin
gest. 11.10.1986 in Berlin

Leberecht Migge, geb. 20.03.1881 in Danzig
gest. 30.05.1935 in Flensburg

Ludwig Lesser, geb. 03.02.1869 in Berlin
gest. 25.12.1957 in Vallentuna bei Stockholm (Schweden)

Die wichtigsten Architekten- und Künstlervereinigungen:

Deutscher Werkbund seit 06.10.1907
24 Gründungsmitglieder, hiervon 12 Künstler und Architekten und 12 Firmen

werkbund

Quelle: http://www.hermann-muthesius.de/vortrag.htm, abgerufen 29.04.09

sowie

Der Sturm (1910-1932)

Sturm

Novembergruppe in Berlin mit 120 Mitgliedern (1918-1933), Berlin, hiervon etwa 49 vom „Sturm“,

Arbeitsrat für Kunst mit 114 Mitgliedern (01.03.1918-30.05.1921) Berlin

Gläserne Kette mit 15 Mitgliedern (24.11.1919-24.12.1921), ein Briefwechsel,

Architektenvereinigung „Der Ring“, (Vorläufer ab 1924  „Zehnerring“)   mit 29 Mitgliedern vom 29.05.1926 – 1933), Berlin.

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